Gary das Lebenswunder

Gary das Lebenswunder


                                                                   Das Jahr 2003-2004

 

Es war der 19.05.2003. Ein sonniger Maitag. Beide Kinder waren ausser Haus.  Lion in der Schule und Jay-Jay im Kindergarten. Gegen 11Uhr morgen platzte die Fruchtblase und kurze Zeit später kamen auch schon die Wehen.Wir alarmierten Freunde die uns die Kinder abnahmen bis Biggi den kleinen zur Welt brachte .Ein Freund der Familie brachte mich und Biggi ins Krankenhaus. Denn ich wollte bis zum Schluss bei den beiden bleiben.Und wir hatten Glück das wir die selbe und tolle Hebamme bekommen hatten wie bei Jay-Jay.

 

Alles verlief super im Kreißsaal ,Biggi war trotz Schmerzen bei bester Laune. Wir machten Späße und lachten viel. Ich sah schon das Köpfchen von unserem Schatz und ich tanzte vor freude. Zur Belustigung der Hebamme. Ich freute mich schon so sehr den Nabel durch zu schneiden und konnte es kaum erwarten. Nur leider kam es nicht mehr dazu.

 

Unser Schatz war endlich da , und es brach Hektik aus . Der kleine atmete nicht.Die Hebamme pustete den Kleinen an und schubste mich zur Seite und sie schrie nach anderen Ärzten.Der Kreißsal wurde so voll das ich kaum noch einen Blick erhaschen konnte was die Ärzte mit unserem Kind machten.Biggi fing an zu scheien und zu weinen und immer wieder fragte sie was ist mit meinem Kind? Nur keiner gab ihr eine Antwort.Sie weinte und weinte und ich versuchte sie zu trösten und gleichzeitig versuchte ich mitzubekommen was passiert.

 

Nach einiger Zeit kam eine Ärztin und sagte zu uns der kleine wird in einer anderen Klinik gebracht wir können ihm hier nicht helfen. Und verabschieden sie sich von den kleinen ,den wir wissen nicht ob er es überleben wird.Biggi sagte zu mir mit Tränen in den Augen schau mal Schatz ,wie schön unser Sohn ist.

 

Ich schaute ihn mir an  mit Tränen in den Augen und streichelte ihn im Inkubator, trotz Tubus war er wunderschön.

 

Biggi  sagte auf einmal  ich verlasse auf eigene Gefahr die Klinik und reise unserem Kind hinterher.Die Ärtze haben davon abgeraten ,da Biggi den kleinen Gary erst um 18.Uhr15 geboren hatte.Aber die Ärzte machten der Biggi einen Vorschlag. Das sie um 21Uhr die klinik verlassen kann.So hatte ich noch Zeit unsere  anderen beiden Kinder bei Verwanten unter zu bringen.Mein Vater und ich holten Biggi um 21Uhr aus der Klinik und Biggi teilte mir mit das Gary wieder in einer anderen Klinik verlegt wurde. Da auch die vorige Kinderklinik ihm nicht helfen konnte.Mein Vater setzte uns Zuhause ab , damit wir kurz durchatmen konnten und die Sachen abstellen konnten.Biggi bestellte sofort ein Taxi da wir ja nicht wusten wo die neue Klinik war.

Endlich kammen wir gegen 22.00Uhr in Herne-Börnig an .An der Rezeption verwies man uns ins 3.OG und wir sollten im Eingangsbereich vor der Babyintensivstation auf den Arzt warten.Da wir noch nicht zu unserem Sohn durften da die Ärtze ihn noch am versorgen waren.Nach langem Warten kam endlich ein Arzt. Er schaute uns noch nicht mal richtig an . Er fasselte sein Ärztelatain runter und wir verstanden kaum etwas. Nur wie die Krankheit heißt. Zwerchfellhernie und das unser Liebling kaum eine Überlebenschance hat von nicht mehr als 50% und das er im künstlichen Koma liegt .

 

Gegen 24.00 Uhr konnten wir entlich zu unserem Kleinen, und uns bot sich ein Bild des Schreckens.Biggi brach weinend zusammen und ich konnte mich so ebend noch zusammreißen.In unserem Kind steckten mehr Schläuche  als man sich je erträumen ließ.Sein Brustkorb viebrirte vom Sauerstoffgerät schneller als ich mit der Hand wedeln kann.Biggi ringte um Fassung und immer wieder sagte sie , er ist doch so unschuldig warum muß er so leiden. Er hat doch niemanden was getan.

 

Am nächgsten Morgen fuhren wir zur Klinik zurück. Biggi redete kaum .Und sie hatte sehr viel Angst was noch auf uns zukommt. Aber als sie am Bettchen stand da sagte sie schau mein Schatz unser wunderschöner Sohn und sie brach wieder in Tränen aus.Und da kam ein ganz lieber Arzt. Dr. Gonzales und er sprach mit uns und er erkärte uns dann alles so das auch wir  Laien es verstanden haben was unserem Kind fehlt.

 

Eine Zwerchfellhernie ist , wenn ein Loch oder ein Riss im Zwerchfell ist .Da das Zwerchfell Ober  und Unterbauch trennt. Es besteht dann die Möglichkeit das die Organe in den Brustraum gelangen wie Darm ,Milz u.s.w.

 

Bei unserem Sonnenschein war es einwenig anders. Denn Gary kam ohne Zwerchfell zur Welt und nur mit einem Lungenflügel . Alle Organe wie Leber,Milz ,Darm,u.s.w waren auf der linken Lungenhälfte gewachsen.Dadurch wurden die linke Lunge verödet und sein Herzchen  lag deswegen in verdrehter Lage. Der Dr. sagte uns das Gary noch nicht stabiel genug sei für eine OP, das wir leider noch hoffen und beten müssen das Gary die nächgsten Tage stabieler wird.

 

Am Abend verließen wir die Babyintensiv und Biggi sagte zu mir  warte mal, da ist eine Kapelle. Da möchte ich hin .Und ich ging mit ihr dort hin. Biggi zündete ab diesem Tag täglich vorm nach Hause fahren eine Kerze an.Und sie sagte leise , lieber Gott wenn es dich gibt, beschütze mein Kind und nimm uns ihn nicht weg. 

 

Gary ist nun schon 3 Tage alt , er ist jetzt stabiel genug für die OP . Wir verabschieden uns mit schweren Herzen von unserem Schatz , und es erwarteten uns 8 Quäelende Stunden ob er diese OP überlebt. Auch da ging Biggi  weinend zur Kapelle und zündete eine Kerze für unseren Schatz an.Nach 8 Stunden kam entlich unser Schatz aus dem OP und als wir unser Kind sehen durften , verschlug es uns fast den Atem. Auf Gary´s Bäuchlein war ein Beutel genäht und wir wusten nichts damit anzufangen. Wir standen einfach nur sprachlos am Bettchen und weinten.

 

Da kam auf einmal ein Mann ins Zimmer so groß wie ein Baum, Hände wie ein Bauarbeiter und so großen Händen wie eine Schaufel.Und er sagte zu uns , mein Name ist Dr.Hemminghaus ich habe ihren Sohn operiert.Wir waren fassungslos das so ein Mann unser Kind operierte.Er war sehr nett und er wuste auch unsere fragende Blicke zu deuten, was es mit dem Beutel auf dem Bauch auf sich hat.

 

Er sagte uns das Gary´s Leibchen zu klein wäre und das in dem Beutel die Organe drinn wären die nicht in den Leib passten,und sie jetzt reinrutschen müssen.Damit sie irgendwann  die Bauchdecke  scließen können.Dr.Hemminghaus sagte uns auch im gleichen Atemzug das Gary in höchter Lebensgefahr schwebt und noch lange nicht übern Berg ist.Er sagte uns auch , das er in seiner gesammten Laufbahn als Arzt so etwas noch nie gesehen hätte wie beim Gary. Das er es zwar aus Büchern kennen würde , das Kinder ohne Zwerchfell zur Welt kommen aber es noch nie selber gesehen hatte. Und das Gary sein Meisterstück wäre.

 

Es ist einige Zeit vergangen, und heute am 06.06.2003 ist die nächste OP angesetzt da der Beutel auf Gary´s Bauch am nässen ist. So wie die Ärzte sagten muß er erneuert werden.Und wieder heißt es für uns Abschied nehmen von unserem kleinen und wieder quäelenende Stunden warten.

Nach ca 5 Stunden kam unser Schatz aus der OP. Als wir entlich zu ihm durften trauten wir unsere Augen nicht.Unser Sohn hatte keinen Beutel mehr auf dem Bauch,und Dr.Hemminghaus und Prof: Engert traten ins Zimmer ein und sie sahen das wir vor Freude weinten.Die beiden Herren in weiß sagten uns das Gary immer noch in höchster Lebensgefahr schwebt. Und das sie es mit sehr hohem Risiko die Organe im Bauch verlegt haben und verschlossen haben. Sie sagten auch das Gary jetzt mit machen muß und kämpfen muß das er keinen Überdruck im Bauch bekommt.

 

In der Zwischenzeit hat Gary sich sehr gut gemacht es gab Höhen und Tiefen bei ihm.Die Ärzte reduzieren die starken Schmerzmittel , so das er auch langsam aus den künstlichen Koma erwacht.Und sie haben vor ihn zu Exobieren damit er selbständig atmet.

Nun ist Gary aus dem künstlichen Koma und wir schmelzen dahin wenn er uns anschaut mit den großen Kulleraugen .Zwischendurch können wir ein Lächeln von ihm erschaschen,und das sagt uns immer es geht Berg auf.Gary wird nun über die Magensonde ernährt da  die Ärzte festgestellt haben das Gary ohne Schluckreflex zur Welt kam.

Nun kam der Tag an dem Gary den Tubus entfernt bekommen sollte ,und das war ein großer Rückschlag für Gary und für uns.

Gary atmete immer noch nicht selbstständig und die Ärzte untersuchen ihn noch mal . Mit einem erschreckendem Ergebniss. Gary´s Herzbeutel war mit der verödeten Lunge zusammen gewachsen. Und es hießt für uns und Gary wieder eine riskannte OP.Wieder künstliches Koma wieder hoffen und bangen.Immer noch Lebensgefahr.Und so ging alles wieder von vorne los.Aber nach der OP ging es Berg auf und es wurde immer besser mit Gary.

Am 17.07.2003 kamen wir wie gewohnt ins Gary´s Zimmer und es stockte uns der Atem , Gary lag in seinem Bettchen und spielte mit seinem Tubus vergnügt.Biggi weinte vor Freude und dennoch rannte sie zu einer Schwester und informierte sie darüber was geschah.Die Schwester sagte uns ja Gary atmet selbständig und er hat sich den Tubus beim spielen selbst gezogen.

Man waren wir stolz auf unseren Schatz und man konnte die gesammte Schönheit unseres Kindes sehen.Keine Schläuche die aus dem Köper führten kein Tubus was das zierliche Gesicht verdeckte.Es war nur noch die Magensonde da.

 

Dr.Hemminghaus kam mit bester Laune ins Zimmer und sagte zu uns, na was macht mein Freund wie geht es ihm ? wir antworteten ,so wie es aussieht bestens.Während Dr.Hemminghaus den kleinen untersuchte sagte er auf ein mal zu uns . Jetzt kann ich es euch ja sagen , Gary ist ein kleines Wunder und ein Kämpfer dazu. Denn wir alle ob Ärzte oder Professoren haben nicht daran geglaubt das Gary das alles Überlebt.Den auch ein Erwachsener hätte das nicht überlebt. Uns stockte der Atem, denn ab diesen Zeitpunkt wusten wir wie viel Glück wir hatten.

 

Gary wurde später dann auf die normale Kinderstation in Herne -Börnig verlegt wo er bis zum 05.08.2003 aufgepäppelt wurde.Gary erholte sich rasch und die Verlegung in unsere Kinderklinik in Gelsenkichen war am 06.08.2003 wo er dort bis zum 05.09.2003 auf der Intensivstation verblieb.

Gary wurde später auch auf die Kinderstation verlegt wo er auch schnell Vorschritte machte.Die Ärzte sagten uns dann , was wir immer hören wollten . Das Gary bald nach Hause darf , wir freuten uns sehr.Gebe es da nicht noch das problem mit Biggi und Ihrer OP. Auch dieses haben wir meisterhaft mit der Klinik gemeister.Biggi ging in die Klink ließ sich Operieren und nach einer Woche konnte ich Biggi und den Kleinen aus den Krankenhäusern holen 28.10.2003. Es war alles perfekt. Dachten wir,den eine Woche später brachten wir Gary mit einer Lungenentzündung zurück in die Kinderklinik Gelsenkirchen.Und dort blieb er bis zum 05.11.2003 .

 

Die Monate danach vergingen soweit ruhig, ausser mal eine Bronchitis .Bei Gary wurde später noch festgestellt das er unter Hodenhochstand leidet und das es nur Operativ zu entfernen war. Auch das hat Gary mit Bravur gemeistert.Bis zum Sommer war soweit alles ok und Gary hatte sich super entwickelt.Auch die Magensonde benötigte Gary nicht mehr.Ein Jahr später 2004 im monat August der harte Rückschlag für uns alle .Gary setzte kein Stuhl mehr ab und das Essen wurde weniger und er erbrach nur noch . Wir brachten Gary sofort nach Herne-Börnig und was wir dort zu hören bekamen war wie ein Schlag ins Gesicht.Verwachsungen im Darm (Darmverschluss) Not OP.Und so fanden wir unser Kind wieder mit Schläuchen und wieder im künstliches Koma .Aber auch das hatten wir geschafft.Das restliche Jahr verlief gut und Gary machte riesige Fortschritte.

 

Gary bekam Krankengymnastik , Frühförderung was ihm sichtlich gut tat.Er ist ein Aufgewecktes Brabelndes ,und lustiges Kind .

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